Awareness

In Medienunternehmen ist das Bewusstsein der Mitarbeitenden für ökologische Nachhaltigkeit von entscheidender Bedeutung, nicht nur als ethische Verpflichtung, sondern auch als strategischer Schritt in Richtung einer Zukunft mit mehr Klimaverantwortung.

 

Hier sind einige solcher Maßnahmen:

 

  • Schulungen und Workshops: Regelmäßige Schulungen und Workshops zu Umweltthemen, Nachhaltigkeit und ökologisch verantwortlichem Verhalten können das Bewusstsein, die Identifizierung und die Selbstverständlichkeit von ökologisch nachhaltigem Handeln bei den Mitarbeitenden stärken. Warum dafür nicht mit Umweltorganisationen kooperieren oder sich anderweitig externe Expertise, wie etwa durch das Terra Institut,  direkt in die Redaktion holen?
  • Offizielles Bekenntnis: Setze für deine Redaktion oder dein Unternehmen klare Nachhaltigkeitsziele und kommuniziere diese transparent nach innen und außen – so, wie es diese Medienmarken bereits getan haben. Systeme zur Messung und Verfolgung dieser Fortschritte sind einerseits für eine konsequente Berichterstattung erforderlich, fördern aber obendrein außerdem das Bewusstsein darüber bei den Mitarbeitenden.
  • Gemeinsame Projekte: Versuche, deine Mitarbeitenden für gezielte Projekte zu gewinnen, etwa eine hausinterne Nachhaltigkeitswoche, Mobilitäts- oder Zere-Waste-Challenges.
  • AGs und Teambuilding: Große Medienhäuser wie Axel Springer, Bertelsmann, Funke, die New York Times oder der Guardian haben sie bereits: dezidierte Nachhaltigkeitsteams. Nicht jedes Medienunternehmen, nicht jede Redaktion hat dafür die Ressourcen. Aber vielleicht sind aus deinem Team ja doch zwei, drei Leute daran interessiert, Teil eines Green Teams zu werden und sich aktiv mit ökologischen Fragen zu befassen und kollektiv Lösungen anzustoßen.
  • Interne Kommunikation: Beim Medienhaus Funke beispielsweise können Mitarbeitende Vorschläge zu Nachhaltigkeitsideen an spezielle Postfächer senden oder auf Intranet-Seiten einreichen. Andere Unternehmen haben eigene Nachhaltigkeitskanäle/-gruppen in ihren hausinternen Kommunikations-Tools eingeführt, wo Ideen, aktuelle Initiativen, Best-Case-Stories und Erfolgsgeschichten geteilt werden können. Vielerorts fehlt diese direkte und hierarchielose Austausch- und Vernetzungsmöglichkeit zu neuen Ideen allerdings noch. Wurden diese Plattformen erst einmal geschaffen, bietet sich hier theoretisch die Möglichkeit, die besten Vorschläge für innovative Maßnahmen zu belohnen.

 

In der Praxis

Die Initiative Better Tomorrow der Bauer Media Group ist durch Mitarbeitende des Konzerns initiiert worden.

 

Funke hat hausintern das Konzept der „Sustainfluencer“ etabliert. Sie sind in ihren Abteilungen für die Klimabilanzierung verantwortlich und führen jährlich Reduktionsgespräche mit der Verlagsleitung sowie dem Nachhaltigkeitsteam. Die RTL Group gründete 2021 eine Climate Taskforce. Sie besteht aus Mitgliedern aller Einheiten, die sich treffen , um gemeinsam Maßnahmen zur Reduzierung der CO2-Emissionen zu diskutieren und zu definieren.

weitere Inhalte:

10 Tipps, wie du das Mobilitätsverhalten deiner Mitarbeitenden nachhaltiger gestalten kannst.
Von nachhaltigem Bürobedarf über Tools fürs Home-Office bis hin zu digital-first-Ansätzen.
So kannst du freie Mitarbeitende in deine Klimabilanz integrieren – und gleichzeitig die deutsche Energiewende voranbringen.